Das Deckentier

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Die Geschichten

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Liebste Grüße an den Elch und an das Monster
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Schwarz für Gold

Wir stehen da und blicken zurück. Blicken zurück auf ein Trümmerfeld. Für diese Scherben können wir keinem die Schuld zu weisen. Wir tragen sie. Wir allein. Kein anderer hat es zerstört. Es waren wir. Getrennt und doch gefangen in einem Boot. Du versuchst deine Fehler gut zu machen. Versuchst den Mantel des Schweigens darüber zu hüllen. Doch das kann ich nicht. Du hast mir zu sehr wehgetan. Ich habe mich auf dich verlassen. Doch als ich dich brauchte, warst du nicht da. Aber ich war da. Immer. Egal wann. Ich war da. Und du normal für mich. Ich habe nach langer Zeit gelernt auf dich zu bauen. Ich konnte es. Ich konnte vertrauen. Und als ich das konnte, musste ich lernen. Ich musste lernen, dass es besser gewesen wäre weiterhin nur mir zu vertrauen. Ich kann nicht sagen wie sehr es schmerzte. Ich wünsche es nicht einmal meinem ärgsten Feind. Dieses Gefühl, wenn es einen auffrisst. Immer die Frage nach der Schuld. Eine Frage, auf die man keine Antwort findet.
Du rufst mich an. Meine Worte sind wie Schwerter. Sie müssen dich treffen. Doch mir tun sie nicht leid. Der Punkt, den du an mir schätzt, wird dir zum Verhängnis. Ein Triumph. Ein Triumph für mich. Ein Sieg über eine Minute und Sechsunddreißig Sekunden. Meine Ehrlichkeit. Ich hoffe sie zerreißt dir das Herz. Ich hoffe sie zerfrisst dich. Ich hoffe, sie lässt dir keine Ruhe. Ich wünsche mir sie lehrt dich. Sie wird dich lehren wie man mit Menschen umgeht und wie nicht. Doch der Sieg ist nicht von langer Dauer. Lange denke ich nach. Überlege ob es gut war. Egal. Diesen einen Fehler kann ich mir leisten. Ich kann ihn mir leisten. Du kannst dir keinen einzigen mehr leisten. Du wanderst auf einem schmalen Grad. Jeder Fehler könnte der Tod sein. Ein Tod für uns. Du kannst uns beide kaputt machen.
Du versuchst es zu retten. Ich lasse mich einen Schritt drauf ein. Gehe zwei zurück. Ich habe Angst. Angst vor dir. Angst vor dem was uns verbindet. Angst vor der Sicherheit.
Ich will dich leiden sehn. Will sehen, dass du erstickst. Erstickst an deinem Fehler. Ich hoffe du machst mich mit kaputt. Ich kann nicht mehr. Ich will nicht dieses Leere. Mach mich endlich tot. Sag mir, dass du mich hasst. Sag es mir. Verdammt. Ich will es hören. Dann kann ich los lassen. Wenn ich höre, dass du mich hasst. Muss ich noch deutlicher werden? HASS MICH!
Irgendwann stehen wir da. Stehen da wie in alter Zeit. Ich wollte der Situation ausweichen. Doch ich kann es nicht. Ich kann es nicht. Die Vertrautheit ist stärker. Du versuchst dich zu erklären. Lass es. Ich will es nicht hören. Der Moment hat mich besiegt. Das Gefühl größer wie der Hass. Ich sehe dich an. Ich sehe, dass du mich brauchst. Nicht mehr und nicht weniger. Doch die Distanz bleibt. Wir sind wieder Bonny und Clyde. Nach außen. Für dich? In mir sind Zweifel. Ich weis nicht. Ich weis nicht, ob ich wirklich noch zu dir halten kann. Ich frage mich ob ich es kann.
Du hast mich gebraucht. Ich war da. Bedingungslos. Du warst glücklich. Dachtest du. Ich war am glücklichsten. Ich habe gemerkt, dass ich es tun kann. Habe erkannt, dass wir Bonny und Clyde sind, wie früher. Das alles gut ist. Du hast mich umarmt. Warst glücklich. Ich war glücklicher.
Ich habe nur noch einen Gedanken: Hat diese Scheiße sein müssen? Hat sie alles besser gemacht? Hat dieses Schwarz alles zum glänzen gebracht? Lass mich nicht allein. Bitte. Ich werde dich nie allein lassen. Wir sind Bonny und Clyde. Bitte vergiss das nie mehr. Ich möchte nicht mehr wegen dir weinen. Ich möchte mit dir weinen. Freunde fürs Leben? Freunde für immer? Einer für den andern? Ich würde es mir wünschen.
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