Das Deckentier

Startseite Über... Gästebuch Freunde Stilblüten ICQ - Stilblüten

Die Geschichten

Schwarz für Gold Kurzgeschichte Artikel d. Lokalpresse es tut mir leid Du Egoist Die Welt in 20 Jahren sinnlose liebe DER klassiker

Grüße

Liebste Grüße an den Elch und an das Monster
host
made by
Du Egoist

Du sitzt da. Siehst mich an. Ich verziehe meinen Mund zu einem Lächeln, dass in der Tat echt wirken könnte. Heute war es so, gestern ist es so gewesen und morgen wird es so sein. Immer. Du weist nicht was du mir antust, seit Jahren. Ich mag dich. Ich mag dich wie einen Bruder. – Manchmal- und manchmal, da mag ich dich eben mehr. Meistens. An Tagen wie heute, wenn wir alleine sind und die Sterne anschauen zum Beispiel. In Momenten wie diesen wünschte ich, ich wüsste nicht was du denkst. Ich wünschte ich könnte das tun wo nach mir ist, ohne verurteilt zu werden und den Rest an menschlicher Würde zu opfern – für dich-. Dich in den Arm nehmen ist kein Problem, das tun wir oft genug, doch das was ich wirklich will, wann werde ich das tun können? In meinem Hirn pocht die naive Hoffnung, dass der Tag kommen wird an dem ich das darf, doch mein Verstand weis es eigentlich, dass es diesen Tag nie geben wird. Dieser Moment wird nur in meiner Fantasie existieren. In den schillernsten Farben mit den schönsten Gedanken. Doch, spricht meine Naivität und Hoffnung, die ich auch nach Jahren noch nicht aufgegeben habe zu mir, dieser Tag wird kommen und du wirst das bekommen was du verdienst. Ich werde nicht mehr nur die gute Freundin sein, die deine Hand hält, wenn es dir scheiße geht, sondern die Person ohne die du nicht mehr leben magst. Die Frau die für dich dein Leben bedeutet.
Doch das ist nur meine Fantasie die spricht.
Die Realität ist bei weitem anders.
Wir telefonieren stundenlang. Wir wissen alles voneinander. Ich weis alles von dir, und du weist alles von mir. Zumindest denkst du es zu wissen. Aber ist dir eigentlich schon einmal aufgefallen, dass ich nie über Jungs rede, in die ich verliebt bin, wenn ich mir die spreche. Nein, oder? Ich kann dir sagen warum. Verdammt noch mal, ich liebe dich. Du bist ein verdammter Egoist. Du bist ein Arschloch. Du machst mich kaputt. Doch es stört mich nicht, denn ich liebe dich.
Einmal habe ich es dir gesagt. Deine Reaktion tat weh. Es war der Horror. Ich stand vor einem Scherbenhaufen. Mein Geständnis, das eigentlich alles zum Besseren wenden sollte machte alles kaputt. Wir schwiegen uns an. Wir hassten uns. Ich hasste dich. Mehr als du dir vielleicht vorstellen konntest. Du hattest eine neue Liebe. Ich war allein. Nächte lang weinte ich in mein Kissen. Und was tatest du?! Ich kann es dir sagen: Du ficktest durch die Welt. Es war dir egal wie ich mich fühlte. Du dachtest nur an dich. Du Egoist.
Deine Beziehung ging in die Brüche. Kleinlaut riefst du mich an. Eigentlich schwor ich mir nie mehr für dich dazu sein, doch ich konnte dich nicht alleine stehen lassen. Alleine im Regen. Ich war nächtelang für dich da und was war der Dank? Als es dir besser ging, war ich für dich nichts mehr. Du Egoist.
Wir hassten uns ein zweites mal. In dieser Zeit suchtest du Trost bei einer gemeinsamen Freundin. Und was tatest du? Du Schwein? Du fingst was mit ihr an. Und wie sooft war ich die die alleine dastand. Doch wieder war ich am Ende für dich da. Bis wieder der Kontakt abriss. Aber diesmal war ich nicht böse. Eigentlich fand ich es gut. Ich wünschte es wäre so geblieben. Ein unverbindliches Gespräch. Ein Lächeln. Keine tiefere Freundschaft. Keine Gefühle mehr. Du, als der Bekannte von anderen Zeiten. Es war okay. Ja, das war es wirklich. Doch das war es scheins nur für mich. Du wolltest wieder mehr Kontakt und riefst mich an. Erst schaffte ich es dich auf Abstand zu halten. Dich nicht mehr an mich ranzulassen. Nur lange konnte ich es nicht. Zu groß war die Versuchung. Einem war ich mir immer sicher: Du tust mir nie mehr weh. Diesmal tue ich dir weh. Oder wir schaffen es einfach einmal nur Freunde zu bleiben.
Dann sagtest du es. Die Worte auf die ich Jahre lang wartete. Doch sie kamen im falschen Augenblick. Ich konnte nichts mehr sagen. Ich war überrollt. Atemlos. Als ich dann endlich meinen Mut gesammelt hatte und mich gezwungen hatte das zu tun, was mein Herz wohl seit drei Jahren will, war es aus. Du sagtest es war nur ein Spaß. Wie kannst du mit diesen Worten und mit mir solche Späße machen? Du bist und bleibst ein Egoist. Ich hasse dich. Ja ich hasse dich. Denn nur Menschen die man liebt oder einmal liebte kann man hassen. Ja du Egoist, ich liebe dich. Ja du Idiot, deshalb hasse ich dich. Kein Mensch kann mir weh tun, nur du. Mein Verstand sagt mir, dass diese drei Worte aus deinem Mund nur Spaß waren. Mein Wunsch ist es, dass es dein Ernst war. Mein Traum, dass meine Worte dir weh taten. Meine Worte, die die sagten. Ich liebe dich nicht. Die dir sagen sollten: Ich liebe dich. Du tust mir weh. Ich hasse dich. Du bist ein Egoist. Ich liebe dich. Ich bin ein Egoist. Du magst mich. Ich bin ein Egoist, du hast keine Gefühle für mich.
Wir sind beide Egoisten. Die Welt könnte so schön sein. In deinen Armen. – doch du willst es nicht. Ich hasse dich.
Ich sitze immer noch neben dir. Ich möchte dich berühren. Ich möchte dich in die Arme nehmen. Ich möchte dich küssen. Ja, ich hasse dich.
Gratis bloggen bei
myblog.de